Nella, Max und der hundsgemeine
Schnüfflerfall
Text: Barbara Wendelken
Verlag: Ueberreuter, Wien
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN - Nummer: 978-3-8000-5671-2
gebunden, 120 Seiten, 9,95 €
Zwei helle Köpfe auf der Spur eines Hundebetrugs
Angeblich hat Max' Hund einen anderen Hund gebissen und schwer verletzt. Max kann das gar nicht glauben, hat doch sein heißgeliebter Labrador noch nie zugeschnappt. Seine neue Nachbarin und Freundin Nella ist ganz auf seiner Seite und geht mithilfe der einfallsreichen Frau Himpe, einer begeisterten Krimileserin, der Sache nach ...
Leseprobe:
„Guck, da wohne ich!“, rief Nella. „In dem Haus mit den putzigen Engeln.“
Verdutzt riss Max die Augen auf. „Echt? Ich auch! Im ersten Stock!“
„Und wir wohnen im zweiten. So ein Zufall.“ Davon, dass sie Max‘ Vater ziemlich blöd fand, sagte Nella jetzt mal lieber nichts. Max fand sie nämlich nett, obwohl er sich so ablehnend verhielt. Unter gar keinen Umständen wollte sie sich mit ihm zanken. Nicht gleich am ersten Tag. Eigentlich konnte er einem leidtun. So einen Stinkstiefel von Vater brauchte doch niemand! Hoffentlich war seine Mutter freundlicher.
Vor der Wohnungstür blieb Max unschlüssig stehen. „Willst du mein Zimmer sehen?“
Nella nickte. Als Max die Tür öffnete, schoss etwas großes Schwarzes aus einem der Zimmer. Ein Hund, ein wunderschöner Labrador, der winselnd um den Jungen herumhüpfte.
„Aus“, sagte Max. „Mach Platz, Max.“
Max? Hatte er wirklich Max gesagt? „Heißt der Hund genauso wie du?“, fragte Nella verwundert.
„Ja.“
Das fand Nella wirklich seltsam. „Warum das denn? Kommt ihr nicht ständig durcheinander? Ich meine, wenn deine Eltern Max rufen. Woher wisst ihr, wer gemeint ist?“
Max zuckte mit den Schultern. „Ach, das klappt schon. Meist nennen wir ihn Maxl. Außerdem haben wir den Hund gar nicht Max genannt. Er hieß schon so. Wir haben ihn nämlich von einer älteren Dame übernommen, die ins Altersheim gezogen ist. Zuerst haben wir versucht ihn Wickie zu nennen. Du weißt schon, Wickie, der Wikinger. Aber er hat nicht darauf gehört. Hunde hören sowieso nur auf die letzte Silbe von ihrem Namen.“
„Hm. Und warum habt ihr ihn nicht wenigstens Trax genannt? Oder Telefax?“
„Oder Kax. Das hört sich natürlich sehr viel besser an. Nein. Er heißt nun mal Max und ich auch.“ Max, der Junge, streichelte Max, den Hund, und beide wirkten sehr zufrieden.
Eine der Türen öffnete sich und der Mann, der gestern ein rotes Shirt getragen hatte, kam heraus. Heute hatte er sich für ein grünkariertes Hemd entschieden. „Hallo, Max. Ich sehe, du hast schon jemanden kennengelernt.“ Sein Blick fiel auf Nella und gleich schaute er nicht mehr so freundlich aus. „Hallo. Kennen wir uns nicht?“
Sie nickte. „Klar. Ich wohne oben. Mit meiner Mutter und der schönen Rosenlampe. Ich muss dann auch los. – Bis morgen in der Schule.“ Auf der Treppe drehte sie noch einmal um. „Wollen wir morgen zusammen zur Schule gehen?“
Max nickte.
„Okay, dann treffen wir uns um viertel nach sieben unten im Flur.“
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